Sardinien (sardisch Sardigna, Sardinna oder Sardíngia, italienisch Sardegna, katalanisch Sardenya), ist – nach Sizilien – die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Die Ägypter nannten sie Schardana, die Euboier „Ichnoussa“ und die Griechen „Sandalyon“, da ihre Form an einen Fußabdruck erinnert.
Die Insel bildet mit einigen ihr vorgelagerten Inseln die gleichnamige autonome Region Italiens. Die Region Sardinien hat eine Fläche von 24.090 km² und 1,65 Millionen Einwohner. Ihre Hauptstadt ist Cagliari.
Sardinien hat eine Rebfläche von 43.331 ha. Die südliche Lage im Mittelmeer sichert reichlichen Sonnenschein. Besonders an der Südküste gibt es viel Trockenheit, deshalb ist oft eine künstliche Bewässerung erforderlich. Neue Weinberge werden oft im Windschatten von Bergen oder Bäumen angelegt. Die Temperaturen sind aber in den verschiedenen Teilregionen der Insel sehr unterschiedlich. So entstehen im kühleren Norden (Gallura, Anglona und Alghero) vor allem frische, fruchtige Weißweine mit schöner Säure und Duftigkeit; die warme Süd- und Westseite der Insel bietet Rot-, Weiss- und Dessertweinen gute Bedingungen. Die Produktion wird weitgehend von grossen Genossenschaften beherrscht. Zu zwei Dritteln werden Rotweine und zu einem Drittel Weissweine erzeugt.
Die Grenache ist eine rote Rebsorte und die vierthäufigst angebaute der Welt mit einer geschätzten Rebfläche von mindestens 240.000 Hektar. In Frankreich heisst sie auch Grenache noire, in Spanien Garnacha, in Katalonien Garnatxa und auf Sardinien Cannonau. Weitere Anbaugebiete sind die italienischen Regionen Toskana (unter dem Namen Alicante), Sizilien, Kalabrien und die Insel Ischia (wo die Sorte Guarnaccia genannt wird). Ferner wird Grenache in Australien (2011 Hektar, Stand 2007),[1] Argentinien und Kalifornien angebaut.
Der Wein des Grenache ist arm an Tanninen und Farbe. Sie kann daher gute fruchtige Weine liefern und wird (z. B. in Kalifornien) auch als Weiss- oder Roséwein gekeltert.
Unter extremen klimatischen Bedingungen (Trockenheit, Hitze, Wind) und bei sehr geringen Erträgen liefert die Grenache auch konzentrierte, ausgesprochen lagerfähige Rotweine.
Oft wird die Grenache mit tanninhaltigeren Sorten wie Tempranillo (speziell in der Rioja) oder mit Syrah und Mourvèdre (an der südlichen Rhône) verschnitten. Der einfache Grund hierfür sind die Eigenschaften der Rebe: Ihr Wein ist üblicherweise alkoholreich und dennoch weich.
Cannonau ist mit über 100 km² Rebfläche die in Sardinien wichtigste rote und zweithäufigst angebaute autochthone Rebsorte. Aus ihr wird der sardische DOC-Rotwein Cannonau di Sardegna hergestellt.
Es gibt eine weisse Variante, die Grenache Blanc bzw. Garnacha blanca heisst und in Frankreich und Spanien für Verschnittweine (so etwa die weissen Châteauneuf-du-Pape und Rioja Varianten) eingesetzt wird. Weiters existiert auch noch der Grenache Gris, allerdings mit stark abnehmender Bedeutung sowie die stark behaarte Version, den Lledoner Pelut.
Ursprünglich stammt sie aus Aragonien (Spanien), ihren Namen hat sie von der Stadt Cariñena in der Provinz Saragossa. Dort wurde sie aber vollständig von der Sorte Garnacha verdrängt.
Der Anbau dieser charaktervollen Rebsorte konzentriert sich fast ausschliesslich auf den Sulcis, eine Region zwischen den letzten Ausläufern der Berge und dem Meer im Süd-Westen von Sardinien.
Die Gesamtanbau Fläche dieser Rebsorte beträgt lediglich ungefähr 1700 ha. Trotzdem ist es einer der wichtigsten Weine der sardischen Enologie. Mehrheitlich werden die Rebstöcke auf sandigem Boden gepflanzt. Durch das perfekte Gleichgewicht von Klima, Anbaugebiet und Weinrebe, entsteht ein Wein von rubinroter Farbe, warmen Tönen, einem Geschmack nach Zwetschgen und Sauerkirsche, süsse Gewürze und Schokolade, Süssholz und schwarzem Pfeffer.